Belgische Batterie für Solarpanels

Belgische Batterie für Solarpanels

Der Solarpanel-Spezialist iLumen aus Tessenderlo hat gestern Abend eine selbst entwickelte Batterie für Photovoltaikanlagen präsentiert. Die auf den Namen iLubat getaufte Batterie wird noch dieses Frühjahr auf den Markt gebracht. Die Amortisationsdauer liegt laut den Entwicklern unter fünf Jahren. Der Flämische Energieminister Bart Tommelein (Open Vld) zeigte sich begeistert: “Diese Art von Innovation trägt zur Stabilität unseres zukünftigen Elektrizitätsnetzes bei.”

Das Unternehmen Futech der Ingenieure Pieter Vangeel und Ismaël Ben-Al-Lal, wurde im Jahr 2008 mit Fokus auf grüner Energie gegründet. Im Jahr 2012 kamen ein eigenes Ingenieursbüro und die Forschungs- und Entwicklungsabteilung iLumen hinzu. Inzwischen kann iLumen bereits eine ganze Reihe an Innovationen mit insgesamt fünf Patenten vorweisen. Die bekannteste ist vermutlich die PIDbox, welche für höhere Erträge und eine längere Lebensdauer bei Solarpanels sorgt. Das System wird inzwischen in 40 Länder weltweit eingesetzt.

Batterie

Gestern hat iLumen seine neueste Innovation vorgestellt: das selbst entwickelte Batteriesystem iLubat. Natürlich ist dies nicht die erste Batterie für Solarpanels auf dem Markt – und doch machen einige ihrer Eigenschaften sie zu einer einzigartigen Lösung auf dem Markt. “Das System befindet sich momentan in der finalen Testphase. Wir hoffen, dass wir sie noch dieses Jahr auf den Markt bringen können”, sagt Ben-Al-Lal.

Wir sparen Ihnen die technischen Details, aber das Ergebnis ist eine stark verringerte Belastung des Elektrizitätsnetzes zu Spitzenzeiten. Die Batterie lädt sich auf, wenn besonders viel Strom produziert wird, und entlädt sich abends für den eigenen Verbrauch oder ins Netz.

Stabileres Netz

“Die Netzbetreiber wie Infrax und Eandis werden viel weniger Schwankungen bei schönem Wetter und geringem Verbrauch feststellen“ so Pieter Vangeel. “Der Kunde spart zum Prosumententarif, die Steuern für die Nutzung des Elektrizitätsnetzes. Dies wird erreicht, da die Batterie einen viel kleineren Umspanner (1,5 kW) benötigt. Dadurch verdient der Kunde die iLubat in unter fünf Jahren zurück”, erzählt Vangeel.

Der Flämische Energieminister Bart Tommelein (Open Vld) zeigte sich begeistert: “Es bietet den Kunden mehr Freiheit, mit deren eigener Elektrizität zu wirtschaften. Außerdem sorgt es für ein stabileres Elektrizitätsnetz in der Zukunft.”

Ladestation

iLumen hat noch weitere Trümpfe auf der Hand. Auf dem Zeichentisch liegt noch eine sogenannte bidirektionale Ladestation, die es erlaubt, elektrische Fahrzeuge für den Hausgebrauch zu be- und entladen. “Auf diese Weise können die Batterien des elektrischen Fahrzeugs als Puffer genutzt werden. Immerhin macht der Verbrauch im Haus siebzig Prozent des privaten Energieverbrauchs aus. Arbeitnehmer können so die Überproduktion der Solarpanels auf der Arbeit aufladen, und diese zuhause entladen. Man könnte es als eine nicht-subventionierte Belohnung für Elektromobilität betrachten”, erklärt Ismaël Ban-Al-Lal.

Quelle: Het Belang Van Limburg, 2. Februar 2018

Share this post

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.