5 Tipps zur Vorbereitung Ihrer Solarmodule auf den Winter

5 Tipps zur Vorbereitung Ihrer Solarmodule auf den Winter

Die aktuellen Temperaturen lassen es vielleicht noch nicht erahnen, aber der Winter steht jetzt wirklich vor der Tür! Anhaltender Frost, viel Schnee,… Ihre Solarmodule werden sicherlich wieder viel aushalten müssen. Wir geben Ihnen schon mal 5 Tipps, um Ihre Module auf den Winter vorzubereiten.

TIPP 1: Lassen Sie den Schnee liegen! Oder seien Sie vorsichtig…

Ein beschneites Dach sieht vielleicht prächtig aus, doch für die Stromproduktion Ihrer Solarmodule ist Schnee natürlich von großem Nachteil. Empfiehlt es sich, die Schneeschicht von Ihren Modulen zu entfernen?

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Wenn es sich nur um eine dünne Schneedecke handelt, die schnell schmelzen wird, unternehmen Sie am besten gar nichts. Sobald die Temperatur steigt, schmilzt der Schnee in der Sonne.

Handelt es sich um eine dicke Schneeschicht, und sieht es danach aus, dass sie längere Zeit liegen bleiben wird, besteht die Gefahr, dass Ihre Solarmodule eine Zeit lang keinen Strom erzeugen. Das ist natürlich nicht der Sinn der Sache.

Im letzteren Fall müssen Sie für sich selbst entscheiden, ob es vernünftig ist, den Schnee zu entfernen. Es ist ja auch nicht ohne Risiko, ein schneebedecktes Dach zu betreten. Außerdem besteht die Gefahr, dass Sie die Solarmodule mit Ihrem Eisschaber oder Besen beschädigen. Auch das Abspritzen der Solarmodule (Eisbildung) oder der Einsatz von Salz (das Dach wird angegriffen) sind keinesfalls gute Lösungen.

Sie können besser einen Abzieher oder eine weiche, ausziehbare Dachharke verwenden. Egal, welche Option Sie wählen: Seien Sie vorsichtig!

TIPP 2: Passen Sie den Neigungswinkel an (wenn möglich)

Solarmodule mit verstellbarem Neigungswinkel können auch bei Schneefall durchaus eine Lösung sein. Wenn man den Winkel auf 40 Grad oder mehr einstellt, rutscht die Schneeschicht vom Solarmodul. Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt besteht allerdings die Gefahr, dass der Schnee an den Modulen haften bleibt.

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Da die Sonne im Winter ein Stück tiefer steht als in den anderen Jahreszeiten, hat man durch die Vergrößerung des Neigungswinkels einen weiteren Vorteil: Die Solarmodule sind besser auf die Sonne ausgerichtet und erzielen demzufolge eine bessere Leistung. Selbstverständlich ist die Lichtmenge immer noch der Hauptfaktor für ausreichende Stromerzeugung.

Vergessen Sie zu guter Letzt nicht, den Neigungswinkel im Frühling wieder zu ändern, da der zu große Winkel ansonsten die Leistung herabsetzt.

TIPP 3: Haben Sie keine Angst vor Kälte

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Perioden mit anhaltender Kälte kommen fast jeden Winter vor. Ist das eine Gefahr für die Solarmodule?

Im Gegenteil! Je niedriger die Temperaturen, desto mehr leisten Ihre Module. Der Wirkungsgrad von Solarmodulen verläuft nämlich umgekehrt proportional zu ihrer Temperatur. Kalt und sonnig, das ist Solarzellenwetter par excellence!

TIPP 4: Machen Sie einen visuellen Check

Phänomene wie heftige Hagelschauer und starke Windböen können während des ganzen Jahres vorkommen und sind also auch im Winter nicht auszuschließen. Darum ist es wichtig, regelmäßig einen visuellen Check der Module durchzuführen.

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Liegen sie noch am richtigen Platz oder haben sie sich verschoben? Gibt es Hagelschäden? Es ist besser, derartige Probleme frühzeitig zu erkennen, bevor die Nutzleistung und Ihr Portemonnaie in Mitleidenschaft gezogen werden!

TIPP 5: Genießen Sie die (seltene) Sonne!

Natürlich ist der Ertrag von Solarmodulen im Sommer höher als im Winter, wenn die Tage kurz und dunkel sind.

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Damit Sie sich eine Vorstellung machen können: Eine Photovoltaikanlage von 5 kW erzeugt an einem sonnigen Sommertag ca. 30 kWh Strom. Dies entspricht einem Wert von 8 Euro an Elektrizität und 15 Euro an grünen Zertifikaten (ausgehend von einer Installation im Jahr 2009). Dieselbe Anlage erwirtschaftet an einem durchschnittlichen Wintertag ungefähr  3 Euro. An einem sonnigen Wintertag ist der Ertrag natürlich höher.

Lassen Sie sich also nicht entmutigen und genießen Sie die Sonne auch im Winter!

 

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