Welche Lebensdauer hat mein Wechselrichter?

Welche Lebensdauer hat mein Wechselrichter?

Neben den eigentlichen Solarmodulen ist der Wechselrichter ein essenzieller Bestandteil einer Photovoltaikanlage. Dieses Gerät sorgt für die Umwandlung des von den Solarmodulen erzeugten  Gleichstroms (DC= Direct Current) in mit dem Elektrizitätsnetz kompatiblen Wechselstrom (AC= Alternating Current) sowie auch für die Maximierung des Wirkungsgrads (MPPT). Was sind die Eigenschaften dieses Geräts? Ein Überblick

Omvormer

LEBENSDAUER

Die Lebensdauer von Wechselrichtern in Hausinstallationen beträgt in etwa 10 Jahre. Im Durchschnitt müssen Sie den Wechselrichter während der Lebensdauer Ihrer Solarmodule einmal ersetzen. Die voraussichtliche Lebensdauer eines Wechselrichters hängt von seiner Betriebsumgebung ab. Hohe Temperaturen z. B. haben einen negativen Einfluss auf die Betriebsdauer. Ein Wechselrichter sollte vorzugsweise an einem eher kühlen und gut gelüfteten Ort aufgestellt werden.

Hersteller von Modulwechselrichtern behaupten, dass die Lebensdauer dieser Geräte 25 Jahre beträgt, dies ist aber bis heute noch nicht bewiesen. Modulwechselrichter sind dafür konzipiert, direkt hinter einem Solarmodul am Rahmen montiert zu werden. Diese Geräte werden meistens an ein oder zwei Solarmodule angeschlossen, wobei die Umwandlung in Wechselstrom ganz in der Nähe des Moduls stattfindet. Modulwechselrichter befinden sich also auf dem Dach, was bei eventuellen Defekten ein Nachteil ist.

ANZAHL

Für Hausinstallationen ist im Prinzip ein Wechselrichter pro Photovoltaikanlage ausreichend. Bei großmaßstäblichen Projekten oder Projekten, bei denen die Solarmodule weit voneinander entfernt sind, ist es empfehlenswert, mehrere Wechselrichter zu installieren.

DIMENSIONIERUNG

Beim Kauf einer PV-Anlage ist es wichtig, dass die Größenordnung von Solarmodulen und Wechselrichter aufeinander abgestimmt wird. Im Hinblick auf einen maximalen technischen Wirkungsgrad wählt man am besten eine Dimensionierung des Wechselrichters gegenüber den Solarmodulen von 90 bis 110 %. Für eine Photovoltaikanlage von 3 kWp bedeutet dies bspw. einen Wechselrichter mit einer Leistung zwischen 2,7 und 3,3 kWp. Weicht man hiervon ab, sinkt die technische Nutzleistung, wenn man keine Akkus verwendet. Dieses System kann interessant sein, um die Rentabilität zu optimieren, da auf diese Weise der Prosumer-Tarif sinkt.

In der Regel wählt man eine Unterdimensionierung des Wechselrichters gegenüber den Solarmodulen. Der Grund dafür ist, dass Solarmodule in Belgien im Zuge der suboptimalen Wetterbedingungen fast nie ihre Spitzenleistung erreichen.

Faktoren, die bei der Dimensionierung auf jeden Fall berücksichtigt werden sollten, sind eventuelle Schatteneinwirkung und der Neigungswinkel. Schatten auf den Solarmodulen sollte unbedingt vermieden werden. Wenn es sich um Schattenobjekte handelt, müssen die Solarmodule an ein separates MPPT angeschlossen werden, damit der Verlust durch Beschattung begrenzt wird. Gelingt dies nicht, ist die Nutzleistung der Anlage geringer.

MIT ODER OHNE TRANSFORMATOR?

Vergleichen Sie bei der Anschaffung eines Wechselrichters immer den Wirkungsgrad. Transformatorlose Wechselrichter haben einen höheren Wirkungsgrad als Wechselrichter mit Transformator. Trafolose Wechselrichter mit einem Wirkungsgrad von mindestens 97 % sind eine gute Wahl.

Am besten wählen Sie mehrere Maximum Power Point Tracking-Systeme (MPPTs). MPPTs werden eingesetzt, damit Solarzellen ihre maximale Nutzleistung erreichen.

KOSTEN

Bei einem Wechselrichter für Solarmodule mit einer Leistung von 3,5 kWp und 4 kWp ist mit einem Preis von ca. 1800 Euro bzw. 2100 Euro (inkl. MwSt.) zu rechnen.

 

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